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  • Gunnar Engel

Vierzehn Tage offline

Das Leben hat einen Rhythmus. Verschiedene Zeiten, Aufgaben und Prioritäten wechseln sich ab. Oder wie es an einer Stelle im Alten Testament heißt:

„Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit: Geborenwerden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen, Töten und Heilen, Niederreißen und Aufbauen, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Steinewerfen und Steinesammeln, Umarmen und Loslassen, Suchen und Finden, Aufbewahren und Wegwerfen, Zerreißen und Zusammennähen, Schweigen und Reden, Lieben und Hassen, Krieg und Frieden.“

Prediger 3,1-8


Ich liebe dieses Worte von Salomo. Es gibt eine Zeit, Dinge zu tun und es gibt die Zeit, sie sein zu lassen. Für mich ist das eine Erlaubnis.


Die meisten von uns kennen kein Leben ohne die starke Präsenz der sozialen Medien in unserem Alltag. Manchmal denke ich an diese märchenhaften Tage zurück, an denen man sich beim Abendessen miteinander unterhalten hat, ohne einen Blick auf das Smartphone zu werfen. Natürlich idealisiere ich diese Tage auch ein wenig. Immerhin bringen die sozialen Medien auch viele Vorteile. Die Welt rückt immer weiter zusammen und wir Menschen können sofort und mühelos Kontakt aufnehmen und Ideen austauschen.


Und dann denke ich an meine Konfirmanden, die sagen, dass sie inzwischen eine Aufmerksamkeitsspanne von 15 Sekunden haben, weil das die Länge eines TikToks ist. Wir lachen dabei alle, aber trotzdem gibt es mir zu denken. Denn auch ich muss mich inzwischen stärker konzentrieren, um bei der Sache zu sein. Aufgrund der ständigen Nutzung von Websites wie Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat usw. sind wir uns nicht immer bewusst, wie sich der soziale Austausch im digitalen Universum negativ auf unseren Lebensstil auswirken kann.


Eine der besten Möglichkeiten, sich der Art und Weise bewusst zu werden, wie die sozialen Medien die Lebensqualität beeinträchtigen, ist, eine Weile darauf zu verzichten. Deshalb werde ich in den nächsten zwei Wochen kein Socialmedia nutzen und mich von Nachrichten und sonstigen Ablenkungen fernhalten.


Was verspreche ich mir davon?


  1. Weniger ungesundes Vergleichen mit anderen

  2. Weniger Stress und besseren Schlaf

  3. Tiefere Connections zu den wichtigen Menschen in meinem Leben

  4. Im Hier und Jetzt leben


Das Beste kommt natürlich zum Schluss: vor allem wünsche ich mir eine stärkere Konzentration auf Gott. Ich lasse mich zu oft ablenken, weil ich denke, dass ich immer für alle da sein muss, immer antworten muss und immer meine Zeit zur Verfügung stellen muss.


Deshalb ist es Zeit für den Reset. 14 Tage und dann werde ich mal schauen, wie das Ganze in neue Bahnen gelenkt werden kann.



Wir sehen uns! ✌🏻


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